Let’s get startet!

Grundsätzlich gilt: Dampfen ist Spass, Genuss und Geschmack. Wer das erste Mal an einer E-Zigarette oder einem Dampfgerät zieht, wird wohl sofort merken, dass das Erlebnis ein ganz anderes ist als bei einer herkömmlichen Tabak-Zigarette. Zugegeben, bis man den «Bogen raus hat», kann es etwas dauern. Vor allem für Umsteiger ist es anfangs schwer abzuschätzen, wie lange und wie stark ein Zug sein sollte, damit man das Liquid so richtig geniessen kann. Hier geht auf alle Fälle Experimentieren über Studieren. Vor allem sollte man gleichmässig ziehen und dann den Vape (Dampf) langsam und bewusst ausströmen lassen. Und das ist auch das Wichtigste und der Spass an der Sache. Anders als bei normalen Zigaretten entsteht der Genuss eher beim Ausatmen als beim Ziehen. Erst hier wird man die Vielfältigkeit der verfügbaren Aromen so richtig erleben.

Nikotin

Seit einiger Zeit ist der Verkauf nikotinhaltiger Liquids in der Schweiz erlaubt, wobei aber betont werden muss, dass das Dampf-Erlebnis nicht auf beigefügtes Nikotin angewiesen ist. Vor allem aber als Umsteiger möchte man wahrscheinlich auf die Wirkung des Nikotins nicht verzichten. Man sollte jedoch, die auf dem Liquid angegebene Nikotinmenge, keinesfalls mit der mg-Nikotinangabe auf den Zigaretten-Verpackungen gleichsetzen. Nikotinmengen über 10mg/ml können am Ende des Tages «ganz schön einfahren». Nikotinmengen über 15mg/ml sind wohl eher für ganz hartgesottene. Auch hier gilt – wie schon oben erwähnt – Experimentieren geht über Studieren. Wer dennoch auf eine gehörige Portion Nikotin nicht verzichten möchte, sollte eher milde Liquids wählen, da sich – vor allem für Dampf-Anfänger – die «rauere» Beschaffenheit des Vape bemerkbar machen wird. Je länger man jedoch dampft, desto mehr wird man am Genuss-Aspekt Freude finden. Es gibt daher viele «Dampfer» die nach einiger Zeit ganz auf das Nikotin verzichten.

Verdampfer-Typen / Atomizer

Verdampfer sind das Herzstück eines E-Dampfgerätes. Grösse der Liquid-Eintritts-Öffnungen, Flussrichtung, Luftzufuhrregelung, Heizleistung (Widerstand) und Dochtmaterial (Draht) bestimmen grundlegend das Dampferlebnis. Somit entscheiden nicht nur z.B. Design, Batterielebensdauer, Batteriekapazität und Tankgrösse über die Qualität eines Dampfgeräts, sondern vor allem die verfügbaren Verdampfer-Typen und deren Charakteristika. Hier unterscheidet man zwei Typen von Verdampfern.

1. Lungenzug-Verdampfer (auch Sub-Ohm-Verdampfer)

* Mit einem Lungenzug-Verdampfer kann man den Dampf – ähnlich wie bei einer Shisha – direkt in die Lungen einziehen. Lungenzug-Verdampfer haben grössere Eintrittsöffnungen und bieten deshalb einen kleineren Zug-Widerstand– sind also durchlässiger. Um die grösseren Liquid-Mengen zuverlässig erwärmen und verdampfen zu können, müssen Lungenzug-Verdampfer viel Wärmeleistung schnell abgeben können, weshalb ein höherer Stromfluss aus der Batterie benötigt wird. Erreicht wird dies durch einen kleinen Wicklungswiderstand (elektrische Einheit: Ohm) der Verdampfer-Spule (Coil). Diese Verdampfer-Spulen haben für gewöhnlich einen elektrischen Widerstand von ¼ bis ½ Ohm, weshalb sie auch Sub-Ohm-Verdampfer genannt werden. Lungenzug -Verdampfer eignen sich eher für zähflüssige Liquids mit einem hohen VG/PG-Wert. Je höher der VG-Wert, desto mehr Dampf entsteht. Für Lungenzug-Dampfer geeignete Liquids sollten typischerweise ein VG/PG-Verhältnis von 60/40 oder höher aufweisen.

2. Backen-Verdampfer (auch Ohm-Verdampfer)

Backen-Verdampfer hingegen haben einen höheren Zugwiderstand, der eher dem einer Zigarette oder Pfeife ähnelt. Hier wird der Dampf – wie der Name schon sagt – zuerst in die Backen gezogen ehe man ihn in die Lungen einatmet. Da Backenverdampfer mehr Zugwiderstand und kleinere Eintritts-Öffnungen besitzen, empfiehlt es sich dünnflüssigere Liquids zu verwenden, um einen optimalen Liquid-Nachfluss zu gewährleisten. Natürlich können auch zähere Fluids verwendet werden. Hierbei muss dann aber beachtet werden, zwischen den Zügen genügend Zeit verstreichen zu lassen, damit der Verdampfer nie trocken läuft. Das empfohlene E-Liquid-Mischverhältnis für Backen-Verdampfer-Geräte liegt bei VG60/PG40. Das beliebteste Mischverhältnis jedoch ist VG50/PG50. Je tiefer das Mischverhältnis, desto flüssiger ist das Liquid. Durch die geringere Luftzufuhr entsteht weniger Dampf, der dann aber umso dichter und geschmackvoller ist.

Haltbarkeit der Coils

Die Haltbarkeit einer Coil richtet sich nach der Gebrauchshäufigkeit aber auch nach der Zusammensetzung (VG/PG-Verhältnis) des verwendeten Liquids. Auch hier sollte man experimentieren und sich eigene Erfahrungswerte merken. Es gibt Verdampfer, die auf bestimmte VG/PG-Verhältnisse ungünstig reagieren und bereits nach kurzer Zeit zu versotten beginnen, andere Verdampfer-Systeme können bei gleichem VG/PG-Verhältnis viel länger halten. Im Zweifelsfalle sollte man sich beraten lassen.

Ein sicheres Zeichen, dass die Coil am Ende ihres Lebens ankommt, ist, wenn sich ein verbrannter Geschmack beim Ziehen bemerkbar macht. Dieser entsteht, wenn der Docht im Verdampfer selbst verbrennt. Sollte der Liquidbehälter am Dampfgerät noch über seiner Minimum-Markierung gefüllt sein, so empfiehlt sich der baldige Austausch des Verdampfers. Um sicher zu sein, dass der verbrannte Geschmack bei der neuen Coil nicht bestehen bleibt, sollte der Liquidbehälter vollständig geleert und neu befüllt werden. Ein weiteres Zeichen für das Lebensende einer Coil ist Blubbern oder unregelmässiges kochendes Prasseln im Verdampfer mit Tröpfchenbildung. In diesem Fall wird das Liquid ungleichmässig erhitzt und fängt teilweise an zu kochen, wobei aber andere Teile des Liquid nicht verdampfen. Hier kann auf das Leeren des Liquidbehälters beim Austausch des Verdampfers verzichtet werden.

Bei starken «Dampfern» hält eine Coil normalerweise mindestens eine Woche, bei Gelegenheits-Dampfern können Coils entsprechend länger halten. Es empfiehlt sich aber immer einen Ersatz-Verdampfer (Coil) in Reserve zu haben.

Fertigverdampfer und Selbstwickler

Das E-Zigaretten-Fertigverdampfer-System ist die einfachste und meist verbreitete Art zu Dampfen. Die Handhabung ist denkbar einfach. Das Gerät muss lediglich von Zeit zu Zeit gereinigt werden und ein verbrauchter Verdampfer ersetzt werden.

Im Gegensatz zum praktischen Fertigverdampfer ist beim Selbstwickler-System viel Fingerspitzengefühl gefragt. Die Coil (Gespulter Draht) muss präzise über den Spulenträger gewickelt werden und gute Passung und Spannung des Spulendrahtes müssen beachtet werden. Der Vorteil ist aber, dass durch Auswahl des Wickeldrahts und die Anzahl der Wicklungen das Heizverhalten der Coil individuell konfiguriert werden kann. Auch für Selbstwickler gibt es Ohm- und Sub-Ohm-Verdampfer-Systeme.